Region Terrassenmosel am 9. November 2011

"Das Winzerherz lachte und jubilierte, das Produkt ihrer Arbeit war goldgelb - vollreif und gesund!"

Mit diesen Worten begann Franz-Dieter Schlagkamp den diesjährigen Herbstweinstammtisch der Region Terrassenmosel, zu dem er in seinem Weinmuseum Schlagkamp-Desoye in Senheim empfing. Seiner Einladung folgten erstaunlich viele Weinschwestern und Weinbrüder. Nicht zuletzt auch, um den Ausführungen zur Förderung des Calmontgebietes mit seinen drei Lagen Calmont, Elzhofberg und Frauenberg vom Fördervereinsvorsitzenden Wolfgang Wabnitz zu lauschen. Und wie es ein guter Stammtisch will, entbrannten auch angeregte Gespräche und Diskussionen über den Erfolg, aber auch über die Vermarktungsstrategie, insbesondere Objektivität der Bewertung des Logoweins und seines Preissegmentes. Schade, dass der Calmont-Logowein nur zu außergewöhnlichen Anlässen getrunken weden will...

Aber dieser Abend war so ein Anlass. Nach der Probe einiger Weine aus dem Gastgeberweingut und Neuentdeckungen aus dem Wittlicher Raum, wurden auch interessante Weine vom Calmont vorgestellt. Diese zeigten sich mineralisch, stellenweise etwas verschlossen und nicht ganz so leicht zugänglich.

Zu guter Letzt wies Franz-Dieter Schlagkamp noch auf eine negative Entwicklung an der Mosel hin, die Grund zur Besorgnis ist. So werden von immer mehr Gemeinden Wälder oberhalb des Moseltales abgeholzt, um Raum für staatlich subventionierte Windräder zu schaffen. Es ist grundsätzlich nichts gegen alternative Energieerzeugung einzuwenden. Doch wird sich das einzigartige Mikroklima der unterhalb liegenden Wingerte zum negativen ändern, was einen Verrat an zukünftige Winzergenerationen bedeutet und zuletzt auch Einbußen im Tourismus bringen wird.