Beitragsseiten

45. Bruderschaftstag am 19. November 2011


Riesling in aller Munde

Traditionell veranstaltet die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer e. V. Ende November ihren Bruderschaftstag. 172 Mitglieder kamen nach Zeltingen und genossen weinfrohe Stunden im Schorlemer Haus.

„Ich bin stolz, nicht nur Moselmädchen, sondern jetzt auch Weinschwester zu sein“, sagt Maria Sailer, Gebietsweinprinzessin aus Pölich. Die junge Frau wurde feierlich anlässlich des Bruderschaftstages in die 1967 gegründete Weinbruderschaft aufgenommen. „Jetzt kann ich noch mehr Wein genießen und zudem die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten genießen“, freut sie sich.

Der Bruderschaftstag ist zugleich die Jahreshauptversammlung des 464 Mitglieder zählenden Vereines. „Wir sind eine nicht nur in Region vielbeachtete Gruppierung, die sich der Kultur und dem Wein verschrieben hat“, sagt Bruderschaftsmeister Helmut Orth. 172 Mitglieder sind der Einladung in das Kelterhaus Schorlemer nach Zeltingen gefolgt und lauschten interessiert den Regularien und dem Rückblick auf Veranstaltungen und die Präsentationen gemeinsam mit Markus Reis vom Zeltinger Hof und Bernhard Tintemann vom Hotel Bellevue Traben-Trarbach auf der Bundesgartenschau. Der Schatzmeisterbericht, Kellerbericht, sowie ein Ausblick auf den aktuellen Moselanruf rücken die regionale Besonderheit von Wein, Winzer und Kultur ins rechte Licht. Martin Schömann schilderte den Weinjahrgangsbericht und sagt: „Der 2011 wird ein legendärer Wein werden“.

Die interessanten Nuancen von Wein und Wirklichkeit beleuchtete Zeremonienmeister Dieter Schlagkamp. Nicht zuletzt für die wartungsintensive Frau gab er Kosmetiktipps mit weiniger Körpercreme. „Wir Winzer und Männer der Mosel tun doch alles für Sie, um Ihre Schönheit zu erhalten“, ist er sich sicher.

Von 41 Neumitglieder wurden 27 feierlich aufgenommen. Helmut Orth begrüßte die Neumitglieder aus der Region, dem Bundesgebiet, aus den Niederlanden und Ungarn. „Es ist wunderbar, solche Menschen aufnehmen zu dürfen“, freut sich Zeremonienmeister Dieter Schlagkamp und wünschte ihnen die stete Lust, „unsere interessanten Veranstaltungen und die einmalige Weinbruderschaft zu erleben“.

Unter ihnen ist auch Kalle Grundmann aus Koblenz. „Ich freue mich auf spannende Gespräche unter Weingeschwistern mit ganz viele Lebenserfahrung“. Der Ungar Istvan Veress war 2009 erstmals als Gast dabei, jetzt wurde er als Mitglied aufgenommen. „Ich hoffe auf zahlreiche gegenseitige Besuche und dass wir eine freundschaftliche Brücke von der Mosel bis zum Plattensee bauen“.

Gutes Essen und guter Wein schaukelten die Geschmacksnerven nach oben. Für ein regionales fünf-Gänge-Menü sorgten eindrucksvoll Markus Reis und sein Team vom Zeltinger Hof, korrespondierende Weine schenkte das freundliche Team vom Service ein.

Eigens für den richtigen Weingenuss hat die Weinbruderschaft ein Weinglas angeschafft. „Das Glas legt sich schmuserig um die Lippen und suggeriert: Habt acht, jetzt kommt gleich was Gutes“, offeriert Schlagkamp das Glas und die Weingeschwister nutzten es ausgiebig an diesem geselligen Abend.

Nicht fehlen durfte die gemeinsam gesungene heimliche Nationalhymne der Mosel „Im weiten deutschen Lande“. Zu den Klängen der Posaunisten Carolin Welter und Valentin Bastgen, beide Drittplatzierte beim Bundesjugendwettbewerb 2011 „Jugend musiziert“, und Horst Lorig, Bass-Bariton und Ensemblemitglied im Stadttheater Trier, sangen die 172 Weingeschwister gern mit.