Musische Weinstunde am 13. Juni 2009

Die Musische Weinstunde führte die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer e.V. in die nahe Eifel. 72 Mitglieder erlebten das Zisterzienserkloster Himmerod bei Großlittgen auf eine andere Art.

Wie Bruderschaftsmeister Helmut Ort ist die Klosteranlage den meisten der Weingeschwister bekannt. Dennoch erschließt sich das Anwessen des Zisterzienserklosters Himmerod dank einer sachkundigen Führung. Bruderschaftsmeister Helmut Orth begrüßte bei herrlichem Sommerwetter die Weingeschwister im Klostergarten . “Wir wurden mit offenen Armen aufgenommen”, freut er sich und schildert seine Erinnerungen an das Kloster Himmerod, als es noch eine Ruine war.

Doch bevor die Geschichte erläutert wurde, genossen die Weingeschwister bei herrlichem Wetter Weine aus der bruderschaftseigenen Vinothek.

Beieindruckt von dem Inneren des Gotteshauses wurden auch die Ohren verwöhnt. Organist Wolfgang Valerius spielt auf der Klais-Orgel.

Abt Bruno Fromme gab einen Einblick in die Geschichte der imposanten Anlage im Salmtal. „Von dem einst zweitgrößten Weinbaubetrieb nach den bischöflichen Weingütern sind heute noch vier Weinstöcke übriggeblieben“, schildert Abt Bruno Fromme und beantwortete die Frage: „Durften die Mönche Wein trinken?“ mit einem süffisanten Lächeln. „Sie mussten sogar, sonst kann man keine Messe feiern“.

 In der “Alten Mühle” war eine Ausstellung zum Eifeler Künstler Johann Baptist Lenz.
Spannend und interessant zugleich ist das mit einem Spiegel unterbaute Modell des Kloster Himmerods. So ergibt sich ein fasznierender Blick in die imposanten Deckengewölbe des Kloster.

Wer noch weitere Zisterzienserkloster besuchen will, findet auf der Karte eine europäische Auswahl.
Himmerod ist das 14. Tochterkloster von Bernhard von Clairvaux und die erste Bernhardsgründung in Deutschland.
In der Kloster-Gastronomie servierten freundliche Mitarbeiter ein gutes Glas Wein.

Gastronom Hermann Barzen annoncierte in moselfränkisch das regionale Drei-Gang-Menü.
Anders als die Mönche mussten die Weingeschwister beim Essen nicht schweigen und sie machten reichlich Gebrauch davon.
Küchenchef Hilgert und sein Team brachten das Essen heiß auf den Tisch. Wer wollte, konnte noch Nachschlag von Spargel mit Soße Hollandaise, Schinken und Kartoffeln genießen.
Auch optisch ließen sich die Köche was einfallen und dekorierten mit viel Liebe die Dessertteller.
Für den korrespondierenden Wein zum Essen sorgte Kellermeister Martin Schömann.