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Musische Weinstunde am 15. Juni 2013

Informationen zum Steillagenweinbau, Kulinarik und Musik mit Bernhard Th. Föhr und Josef Thiesen erlebten gut 60 Mitglieder der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer anlässlich der musischen Weinstunde in Bernkastel-Kues.

Neue Erkenntnisse im Steillagenweinbau für das gesamte Anbaugebiet Mosel wurden den 60 Weingeschwistern der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer im Steillagenzentrum des DLR Mosel in Bernkastel-Kues vermittelt. Ein Grußwort sprach auch Julia Gessinger, amtierende Moselweinprinzessin.

Interessant war die Besichtigung unter fachkundiger Führung durch Achim Rosch, Leiter der Versuchskellerei, Christoph Oster, Betriebsleiter Staatsweingut und Hubert Friedrich, Weinbruder und Leiter des Kompetenzzentrums.

Eigentlich ist das Steillagenzentrum Anlaufstelle zu den Weinbauingenieuren, die die Winzer in Kellerwirtschaft, Oenologie und Marketing beraten, zudem ist dort die berufsbildende Schule Weinbau und Kellerwirtschaft und ein Weinchemisches Speziallabor beheimatet. Zugleich ist es ein Staatsweingut, dessen Hauptaugenmerk jedoch der Lehr- und Versuchsbetrieb ist. Nicht zuletzt deswegen war die kleine Weinprobe eine Herausforderung an die Sinnesorgane der Weingeschwister. Zur Verkostung gab es einen Ausgangsmost anno 2012, der sich schlank angelegt mit einer präsenten Nase und lebendigem Geschmack zeigte und im Vergleich dazu in einer anderen Ausbaumethode sich breiter, körperreicher und volumiger präsentierte.

Bruderschaftsmeister Helmut Orth sprach den anwesenden Weingeschwistern aus der Seele, als er sich beim Team des DLR bedankte, „dass wir erneut und in besonderer Weise wieder wissender um den Wein von Mosel, Saar und Ruwer geworden sind“.

Für die Abendveranstaltung bot die mit moseltypischen Gegenständen und mit viel Liebe zum Detail geschmückte Güterhalle den passenden Rahmen. Ein von Markus Reis und seinem Team vom Zeltinger Hof zubereitetes Drei-Gang-Frühlingsmenü wurde durch korrespondierende Weine aus der bruderschaftseigenen Vinothek bereichert. Für Kurzweil sorgten Bariton Bernhard Th. Föhr und Josef Thiesen am Klavier mit einen musikalischen Streifzug und Melodien der 1920er Jahre. Bernhard Th. Föhr vermittelt, auch mit seiner Kopfstimme, mit köstlicher Ernsthaftigkeit und Ironie die Doppeldeutigkeit der Texte. Obwohl manche Stücke in stoischen Ernst vorgetragen werden, sollte man die Auftritte des Duos und ihre Texte, die sie teils selbst schreiben, auf keinen Fall allzu ernst nehmen.

Auch Stadtbürgermeister und Weinbruder Wolfgang Port freute sich sehr, dass die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer in Bernkastel-Kues war, „weil Sie das Weinkkulturerbe, dass uns die Römer vor gut 2000 Jahren an die Mosel brachten, mit großem Engagement pflegen“.

Die von Gerhard Müller, Zeremonienmeister der Mittelmosel, organisierte Veranstaltung bot ausreichend Gelegenheit für Gespräche, lukullische Genüsse und Musik.