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Geschrieben von Claudia Müller Claudia Müller

Weinkulturelle Exkursion am 8. - 9. September 2007


Bericht

Eine große Zahl ihrer Weinschwestern und Weinbrüder unternahmen am Wochenende eine Fahrt an die Moselquelle bei dem Städtchen Bussang am Fuße des Berges Drumont in den Südvogesen. Angesichts der seit 1964 schön gefassten Quelle begrüßten die Teilnehmer die Geburtsstätte der „Mosella“ mit einem edlen Moselriesling.

Auf der Fahrt nach Nancy entlang des Flusslaufes, der sich immer stärker präsentierte, wurden die Städte Rmisemont, dort verstärkt die Moselotte die Mosel, und Epinal passiert. In Nancy, dem Ziel des ersten Tages, erlebten die Teilnehmer am Abend beim Rendez-vous auf dem Place Stanislas eine beeindruckende „Reise“ mit Musik, Bildern, Figuren, Symbolen der Geschichte und Kunst des Landes. Eine besondere Folge standdabei unter dem Motto „Das wahre Glück besteht darin, andere glücklich zu machen“.

Bei schönem spätsommerlichen Wetter stellte sich am Sonntagmorgen die Stadt mit ihren berühmten und harmonischsten Platzfolgen vor: Place Stanislas, Place de la Carrière, zum Unesco-Kulturerbe erhoben, dem Palais Ducal, die Porte de la Craffe und den interessanten Facetten der Jugendstilrichtungen vor.

Der folgende Ausflug in das Weinbaugebiet „Ctes de Toul“ gewährte einen Einblick in die Weinbergslagen, aber auch die umfangreichen Obstanlagen im Tal. Der Winzer Roland Lelièvre in Lucy stellte das Gebiet und die geschichtliche Entwicklung dar. Nach einem langen und starken Rückgang des Weinbaues ist heute eine gute Erholungsphase des Ebenanbaues gegeben. Die Rebfläche ist mit 150 ha noch sehr klein. Im Vergleich zu der Bedeutung des französischen Weinbaues insgesamt, stellt die Produktion hier nur einen „Tropfen“ dar. Bedingt durch die Besonderheit der Produktionsfaktoren Rebe-Boden-Klima wachsen hier interessante Weine. Die Verkostung umfasste Weine der rebsorten Auxerris, Pinot Blanc, Cte de Toul Gris, kurz auch „le Gris“ genannt, und den Pinot Noir. Der „Gris de Toul“, ein zart lachsfarbig schillernder Wein, ist die große Spezialität, die aus der Rebsorte Gamay stammt, die hier weißgekeltert wird. Die Weine präsentierten sich alle sehr sauber, sortentypisch, waren trocken ausgebaut und zeichneten sich durch eine mildere Säure aus. Zum Abschluss wurde im sogenannten „Mirabellental“ auch ein Mirabellendestillat vorgestellt, ebenfalls eine Spezialität.

Auf der Heimfahrt erwartete die Fahrtteilnehmer ein Weinempfang mit Imbiss im Weinmuseum in Ehnen. Die Luxemburgischen Weinbruderschaften „St. Kunibert“ und „Palmberg Ahn“ pflegen einen regen Gedankenaustausch mit der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer. Sie streben gemeinsam die Förderung des gesamten Anbaugebietes Mosel an. Die Weinprobe wurde fachmännisch von dem Matre de chai der Weinbruderschaft Palmberg vorgestellt und umfasste die bedeutendsten Rebsorten Rivaner, Auxerrois, Pinot blanc, Pinot gris und Riesling. Der Kommentator wies dabeii auch auf die gute Entwicklung des Weinbaues in Luxemburg hin..

Abschließend wünschten die Bruderschaftsmeister den beiden Weinbruderschaften einander eine weitere fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit im Interesse und zum Wohle des Moselweinbaues.

Damit ging die lehrreiche weinkulturelle Exkursion zum Ursprung des Mosellaufes zu Ende. Ein letztes Gedenken galt dabei dem Dichter Ausonius, der so bedeutsam in seiner Mosella den Strom besungen hat.

Programm

 

Bildergallerie