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Veranstaltungs-Ticker

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Weincolloquium in Enkirch unter dem Motto "Moselwein und Moselfachwerk"

Am 9. März trafen sich mehr als 90 Weingeschwister in Enkirch, dem „Schatzkästchen rheinisch -moselländischer Fachwerkbaukunst“ und der Heimat hervorragender Weine zum diesjährigen Weincolloquium. In zwei Gruppen, geführt von unserem Weinbruder Ralf Meyer und dem Enkircher Zimmermann und Fachwerkexperte Friedhelm Caspari in Zimmermannstracht , stiegen die Weingeschwister durch Enkirchs Gässchen mit hervorragenden Beispielen der Fachwerkskunst zum Bürgersaal in der alten Dorfschule. Dort wurden sie gegen 16:30 Uhr vom Bruderschaftsmeister Prof. Dr. Johannes Werling sowie den anwesenden Damen und Herren des Präsidiums mit Wein und Enkircher Speckkuchen begrüßt. In einem Kurzvortrag führte der Bruderschaftsmeister in die spannende und wechselvolle Geschichte des Weinortes ein, der Spuren einer römischen Besiedelung aufweist und seit 1125 zur Grafschaft Sponheim gehörte. Zahlreiche Adelsfamilien und Klöster besaßen in Enkirch Weinberge und bauten herrliche Weinhöfe in moselländischer Fachwerkbauweise, von denen der Ort trotz starker Verluste durch immer wieder ausbrechende Brände noch zahlreiche hervorragende Beispiele aufweist. Zwei Kirchenbauten, die evang. Pfarrkirche im Dorfmittelpunkt und die kunstgeschichtlich bedeutende katholische „ Klause“, zeugen von der Bedeutung des Ortes , der 1248 sogar Stadt - und Marktrechte erhielt, Sitz eines Hochgerichtes war und befestigt wurde. Außerordentlich groß war die Zahl der handwerklichen Berufe. Enkirch zählte noch gegen Ende des 18.Jahrhunderts 18 Zünfte mit 265 Handwerkern, deren Zeichen noch in den Heimatstuben zu sehen sind. Nach einem Grußwort des Bürgermeisters Roland Bender bedankte sich Prof. Dr. Werling für das große Entgegenkommen bei der Zurverfügungstellung des Bürgersaals und bei Weinbruder Thomas Caspari, der aus Anlass seines 80. Geburtstages die Anwesenden mit einer edlen gereiften 76er Auslese aus seiner Schatzkammer beschenkte. Im Anschluss daran stellten die beiden Enkircher Winzer Nico Caspari und Daniel Immich, verbunden mit einer genussvollen Weinprobe, ihr Projekt „Maxime Herkunft Mosel“ vor, das sie zusammen mit anderen Winzerfreunden ins Leben gerufen haben. Trotz der starken Beanspruchung durch Vortrag und Weinprobe lauschten die anwesenden Weingeschwister anschließend noch den brillanten Ausführungen unseres Weinbruders Ralf Meyer über die Initiative „ Bürgerstiftung Fachwerkdorf Enkirch“, die 2014 gegründet wurde und deren Vorstand er angehört. Der Vortrag wurde veranschaulicht durch Zeichnungen und Bilder des badischen Architekten und Malers Karl Weysser, der 1874 Enkirch besuchte und manche Enkircher Fachwerkidyllen im Bild festgehalten hat. Im Vergleich mit dem heutigen Bestand bzw. Aussehen lässt sich ermessen, welche Schätze verloren gingen, aber auch gerade durch die Bürgerinitiative wieder entdeckt und gefördert werden. Da es zu dem Zielen unserer Bruderschaft gehört, weinkulturelle Projekte zu fördern, haben wir der Bürgerstiftung eine Spende von 400 € zukommen lassen. Nach getaner „ Arbeit“ konnten sich die Weingeschwister bei einem Spießbraten der Enkircher Metzgerei Georg mit Kartoffelsalat und begleitenden Weinen aus unserer Vinothek stärken. Ein vorzüglicher Nachtisch rundete das Ganze ab. Eine Schlenderprobe mit Weinen von Enkirch und Umgebung aus unserer Vinothek erleichterte nach einem wundervollen Tag den   Weingeschwistern die Rückkehr in die heimatlichen Gefilde.
Unser besonderer Dank gilt dem Serviceteam unter der Regie von Marion Scheuer, das uns hervorragend, kompetent und freundlich betreut hat. 

Fotoserien

Weincolloqium am 9.März 2024 Enkirchs Schätze (SA, 09. März 2024)

in Zusammenwirkung mit der Bürgerstiftung Fachwerkdorf Enkirch

Urheberrecht:

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Sa, 09. März 2024

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