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44. Bruderschaftstag am 13. November 2010

440 Mitglieder zählt die 1967 gegründete Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer derzeit. Von Anfang an hat die Vereinigung auch Weinschwestern als originäre Mitglieder aufgenommen. Auch in diesem Jahr wurde der traditionelle Bruderschaftstag begangen. Gut 140 Weingeschwister kamen nach Zeltingen-Rachtig in das Schorlemer-Haus. Wenn Sie auf die Fotos klicken, erhalten Sie eine Vergrößerung des jeweiligen Fotos.

Ein toller Einstieg in das von Gerd Müller, Zeremonienmeister der Mittelmosel, organisierte Programm war die Weinprobe zu Beginn der Veranstaltung. Dort stellten die Winzer des Zeltinger Weintages, Weingut Ackermann, Weingut Hugo Ehses, Weingut Henrich, Weingut Leo Kappes-Scheer, Weingut Martin Schömann (alle Zeltingen-Rachtig), Weingut Pohl-Botzet (Graach) sowie Weingut Benedict Loosen Erben (Ürzig), ihren 2009er Riesling vor.

Der Bruderschaftstag ist auch die jährliche Versammlung. Bei einem guten Riesling wurden die Satzungsgemäßen Regularien besprochen. Dabei beleuchtete Bruderschaftsmeister Helmut Orth die regen Aktivitäten der Weinbruderschaft, Hans A. Polch gab die Berichte zu Kasse, Mosel-Anruf und Vinothek. „Es darf nicht sein, dass wir irgendwann mal eine Veranstaltung machen und keinen Wein mehr haben“, resümierte Kellermeister Hans A. Polch, der zudem per Akklamation zum Bruderschaftskanzler gewählt wurde.

Seit der Gründung im Jahr 1967 hat Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer auch Weinschwestern als originäre Mitglieder aufgenommen. Beim 44. Bruderschaftstag im Zeltinger Schorlemer Haus wurden 41 neue Mitglieder aufgenommen.

Bevor die neuen Weingeschwister ihre Verpflichtungserklärung abgaben, genossen sie einen von Weinbruder Ingo Simon gestifteten Sekt.

Mit einem Glas 1976er Beerenauslese in der Hand gaben sie die Verpflichtungserklärung ab, sich stets als treuer Weinfreund zu verhalten und nach Kräften mitzuhelfen, die Liebe zum Moselwein zu vertiefen, das Wissen um den Wein zu fördern und zur Veredelung der Weinkultur beizutragen. Als äußeres Zeichen tragen die Mitglieder eine Traube am Revers. „Mit dieser 1976er Beerenauslese ist das Maul von Wein gefüllt“, machte Zeremonienmeister Dieter Schlagkamp den anwesenden Mitgliedern den Mund wässrig.

Moselwein ist in vieler Munde. Damit es zukünftig auch so bleibt, „dafür braucht es Menschen mit Engagement, die für die Mosel werben“, ist sich Eva Lehnhardt, Gebietsweinprinzessin Mosel, sicher. „Ich kenne nicht viele Vereinigungen, die jährlich so viele neue Mitglieder aufnehmen, das zeigt die Attraktivität der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer“, resümiert sie.

Ein Team von TV Mittelrhein war auch zu Gast. Sie drehten einen Bericht, der vor allem den Zuschauern im Koblenzer Raum viel Lust auf eine Mitgliedschaft in der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer e. V. machen soll.

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Auch für den schönen Ton war gesorgt.

Und während sich die einen an Riesling und den Regularien erfreuen, hat Markus Reis vom Hotel Zeltinger Hof alle Hände voll zu tun...

Istvan Veress, Präsident der deutschsprachigen ungarischen Weinbruderschaft Szent Dona’t freut er sich über die positive Entwicklung der engeren Beziehung zur Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer.

Über Wein und Gesundheit referierte Frau Dr. Renate Willkomm kurz.

Bernward Keiper beleuchtete den sehr speziellen Weinjahrgang 2010 und erläuterte, dass die diesjährige Ernte in manchen Regionen die wohl kleinste Weinernte seit 1946 brachte, aber die Qualität stimmt. „Wenn wir so tolle Tropfen haben, trinken wir sie aus vollem Herzen“.

Viele fleißige, freundliche und umsorgende Hände sorgten für einen genussvollen Nachmittag.

Aus dem gesamten Anbaugebiet von Mosel, Saar und Ruwer liegen Weine in ihrer Vinothek. Welche gereifteren Riesling-Schätzchen dort lagern, davon konnten sich die anwesenden Weinfreunde bei der abschließenden Schlenderprobe überzeugen.